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Ein fast perfektes Ökosystem für Gründungen

Die Wirtschaftszeitung hat unter dem Titel „Ein fast perfektes Ökosystem für Gründungen“ ein Gespräch mit Roman Huber, Geschäftsführer der Bayern Kapital, über die Anforderungen an ein optimales Gründerumfeld geführt.


Herr Huber, was zeichnet einen idealen Gründerstandort aus?

Roman Huber: Er kommt dem Ideal sehr nahe, wenn er in Bayern liegt. Wir haben hier ein Ökosystem aus DAX-Konzernen, Weltmarktführern aller Größen, einem leistungsfähigen Mittelstand und aus einer exzellenten Forschungslandschaft. Es existieren leistungsfähige Netzwerke und Cluster, die es erleichtern, neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und innovative Ideen umzusetzen. Für technologieorientierte Gründer bietet etwa Ostbayern interessante universitäre und außeruniversitäre Kristallisationspunkte, zum Beispiel den Biopark in Regensburg und Innorivers in Passau. Die fortschreitende Digitalisierung führt außerdem dazu, dass Stadt und Land zusammenrücken und damit für weiteren Ausgleich sorgen.

Aber auch im von Ihnen beschriebenen Gründer-Eldorado Bayern gibt es doch Probleme?

Ja, die gibt es natürlich. Dabei geht es meist darum, ausreichende Finanzmittel zu generieren und geeignete Mitarbeiter zu finden. Dies fällt in Ballungsgebieten häufig leichter als im ländlichen Raum. Dafür sind jenseits der großen Städte die Grundstücksund Lohnkosten attraktiver

Lösen sich die Probleme also von selbst?

Nein, aber es hilft, sich vor der Gründung mit den Standortbedingungen auseinanderzusetzen. Welche Standorte passen zu meiner Geschäftsidee, welche nicht? So etwas eignet sich schnell an, wer sich mit anderen Gründern austauscht.

Was lässt sich aus Venture Communities in Europa und den USA lernen?

Zum Beispiel das Netzwerken. Wir arbeiten in Bayern daran, unser Netzwerk aus erfahrenen Unternehmen stetig weiter auszubauen und es für Gründer zu öffnen. Dazu gehört auch, eine Empfehlungskultur zu etablieren: Wer bereits fest auf dem Markt verankert ist, greift demjenigen unter die Arme, der noch in den Startlöchern steht, und erleichtert ihm zum Beispiel den Zugang zu wichtigen Kunden und Finanzpartnern. Das Netzwerk hilft dabei, dass sich alte Hasen zuvor vom Konzept des jungen Gründers überzeugen können.


Das komplette Interview als PDF:

Ein fast perfektes Ökosystem für Gründungen
Wirtschaftszeitung Sept. 2015 (Auszug)